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Fragen und Antworten

Was ist ein Gnadenhof



Unser Gnadenhof ist kein Tierheim. Tierheime nehmen Tiere auf und vermitteln sie weiter. Auf einem reinen Gnadenhof dürfen Tiere aber ihr restliches Leben verbringen. Sie werden nicht weiter gegeben!!

Das hat auch seinen Grund. Viele Tiere welche den Weg zu unserem Gnadenhof finden, haben schon eine Odyssee hinter sich. Leider ist es schon vorgekommen, dass wir ein 2jähriges Tier aufgenommen haben, welches bei uns bereits am vierten Platz war. Oder solche, welche durch halb Europa geschleppt wurden. Von Ort zu Ort.

Um diesen Kreislauf zu unterbrechen, haben wir entschieden, keine Tiere weiter zu vermitteln, sondern ihnen die verdiente Ruhe zu geben. Ein Gnadenhof ist eine Ruhe-Oase..... lebenslang!


Was bedeutet das, sich für Tiere einsetzen?

Zuerst einmal: verzichten und persönliche Bedürfnisse hinten anstellen können! Dann viel, sehr viel Arbeit, so z.B. putzen, misten, waschen, füttern, striegeln ....etc.

Viele Menschen sind fasziniert von Tieren, ohne dass ihnen bewusst ist, was das heisst, ein Tier zu halten. Ein Tier braucht jeden (!!) Tag Betreuung. Man muss es täglich füttern, misten, bürsten, Auslauf geben. Die Hauptarbeit besteht aus Putzen, Reinigen, Misten, Füttern. Täglich! Auch wenn es einem selber nicht gerade gut geht. Mit Kopfweh im Bett liegen? Vergiss es. Ferien? Schon laaange nicht mehr gehabt. Frei? Ganz wenige kleine Momente.

Betreut man einen Gnadenhof wie wir das tun, muss man ständig mit Geld kämpfen. Denn zuerst kommen die Tiere, dann der Mensch. Haben wir einmal irgend etwas vor und kommt eine grössere Tierarztrechnung dazwischen oder eine Futtermittelrechnung ( und das kommt immer wieder einmal vor ) muss unser Wunsch sofort hinten angestellt werden. Und das geschieht halt regelmässig. Kleinere Reisen oder Besuche mussten wir auch schon verschieben. Kleider kaufen auch. Das soll aber keine Klage sein. Wir sind "Guter Dinge". Lebensfroh und lustig und gönnen uns auch mal kleine Luxusmomente. So bleiben wir fit, froh und motiviert.

Ja, ein Gnadenhof kann nur von Idealisten und mit sehr viel Einsatzfreude und Engagement betrieben werden. Es kommt auch vor, dass ein krankes Tier überwacht werden muss. So haben wir auch schon die Nacht im Stall verbracht oder jeder von uns ist alle zwei Stunden, abwechslungsweise, aufgestanden um den Gesundheitszustand eines Tieres zu überwachen. Trotzdem mussten wir am nächsten Tag zur Arbeit.

Tiere haben heisst: viel Arbeit, wenig Freizeit ....... aber auch viel Freude!!!!

:-))



An alle, welche sich mit dem Gedanken tragen, eines Tages einen Gnadenhof betreuen oder führen zu wollen.

Folgendes müsst ihr mitbringen:

1. Genug Platz
2. Genug Zeit
3. Genug Geld

4. Durchhaltewille und anhaltende Kraft um Höchstleistung erbringen zu können
5. Gute Bildung im: medizinischen Bereich, tiermedizinischen Bereich, Verhaltensbiologie oder ähnl. Berufen
6. professioneller Umgang mit Sterben und Tod
7. Sicherer Umgang mit schwierigen Situationen ( Tieren, Menschen, Finanzen ect. )
8. physische und psychische Belastbarkeit
9. kompetenter Umgang mit Grenzsituationen (z.B. ausgelaugt sein, mehrere Tiere sterben nacheinander, das Geld ist ausgegangen,
keine Nerven mehr haben), wie geht man damit professionell um.
10. Konfliktsituationen lösen können, wenn möglich vermeiden