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Was kostet ein Tier


TIERE SIND KEIN SPIELZEUG ODER ERSATZKAMERAD

TIERE SIND KEINE WEIHNACHTS- ODER OSTERGESCHENKE

TIERE SOLLTEN NIEMALS EINEM KIND GEKAUFT WERDEN, WENN DIE ELTERN NICHT AUCH GERNE DIESES TIER HÄTTEN

ALLE KINDER VERLIEREN SEHR SCHNELL DIE FREUDE AN EINEM TIER, INSBESONDERE WENN ES MIT TÄGLICHER PFLEGE, GASSIGEHEN, FÜTTERUNG ECT. ZUSAMMENHÄNGT

DIE VERANTWORTUNG FÜR DAS WOHL EINES TIERES, LIEGT RECHTLICH UND MORALISCH GESEHEN, IMMER BEI DEN ELTERN.

Tiere verursachen Kosten. Die Anschaffung eines Tieres ist da der kleinste Kostenpunkt. Auf dieser Seite versuchen wir, die Kosten verschiedener Tiere, aufzuzeigen.

Kosten haben auch mit der Lebenserwartung eines Tieres zu tun. Mit der Gesundheit eines Tieres. Mit der Grösse eines Tieres.

Ein grosses Tier, wie z.B. eine Kuh oder ein Pferd, werden bei guter Haltung 30 Jahre alt oder manchmal sogar noch mehr.

Grundsäntzlich stellt sich die Frage: will ich ein Tierleben lang, für die Kosten aufkommen. Und.... kann ich überhaupt für die Kosten aufkommen. Übersteigen sie vielleicht mein Budget?

Es ist absolut erforderlich, dass man sich vor dem Kauf eines Tieres Gedanken macht, den täglichen Ansprüchen eines Tieres, gerecht werden zu wollen und zu können.

Ich möchte die Kosten und Ansprüche in verschiedene Rubriken einteilen und am Schluss noch Beispiele dazu schreiben.

Anschaffungskosten:


je nach Tierart, Grösse, Rasse oder wo ich das Tier kaufe, entstehen mehr oder weniger hohe Kosten. Da im Allgemeinen Tierheime, Tierauffangstationen und Gnadenhöfe welche Tiere vermitteln, immer übervoll sind, sollte man ein Tier aus solchen Institutionen kaufen. Erstens unterstützt man damit diese Heime und zweitens gibt man einem armen Tier noch einmal eine Chance, bei einem lieben Menschen den Rest des Lebens verbringen zu dürfen.
Anschaffungskosten für ein Tier können von wenigen Franken bis zu einigen Tausend Franken betragen.

Hat man dann einmal ein Tier gekauft, kommen täglich neue Kosten dazu.


Futterkosten
:

bei einem kleinen Tier, halten sich die Futterkosten in Grenzen. Ein grosses Tier kostet aber unter Umständen bis zu Tausend Franken im Monat. Ein Tier, welches eine Diät braucht, warum auch immer, kostet mehr, als wenn man ein herkömmliches Futter geben kann. Spezialfutter sind oft auch aufwendig in der Zubereitung und auf jedenfall teurer. Informationen über Futterbedürfnisse, Futtermengen und Futterkosten muss man sich vor dem Kauf eines Tieres einholen. Nutztiere sollten auf KEINEN FALL, mit Mastfutter gefüttert werden. Das ist vorallem bei Schweinen fatal, denn sie wachsen dann zu schnell, setzen zu schnell Muskeln und Fett an und der passive Bewegungsapparat ( Skelett ) kommt dann nicht mit. Das bewirkt, dass Schweine dann zu Knochenbrüchen und Gelenkschäden neigen.


Einstreukosten:

Je nach Tier, braucht es mehr oder weniger Einstreu. Die Einstreu variiert je nach Bedürfnis oder nach Tiergrösse. Ein grosses Tier braucht unter Umständen mehrere Strohballen, Hobelspahnpakete oder anderweitiges Einstreu pro Woche und kostet so gleich einmal ein paar hundert Franken im Monat.

Futternäpfe, Eimer, Heuraufen:

Die Anschaffung von Futternäpfen, Eimern, Heuraufen ect. ist auch ein wichtiger Kostenpunkt. Heuraufen sind sehr teuer, halten dafür aber in der Regel ein Leben lang. Futternäpfe, Wassereimer ect. müssen von Zeit zu Zeit neu gekauft werden. Je nach Material und Qualität ist der Verschleiss grösser oder kleiner.

Schlafplätze / Liegeplätze / Hunde/Katzenbetten, Vogelbäume, Sitzstangen für Gefieder:

Nach meiner Erfahrung sind die Kosten für Hunde- und Katzenliegeplätze einer hoher Kostenpunkt. Der Verschleiss ist relativ hoch. Man muss immer wieder Neues kaufen. Allerdings gibt es auch günstige Alternativen, es eignen sich altes Bettzeug, alte Decken, Kissen ect., um Schlafplätze für Katzen und Hunde herzustellen.

Sitzgelegenheiten für Vögel, müssen auch hie und da ausgewechselt werden. Allerdings nimmt man am Besten echte Äste aus der Natur. Vögel brauchen verschieden dicke Stangen um sich wohl zu fühlen.

Nagetiere brauchen Höhlen um sich verkriechen zu können, auch da gibt es mit ein bisschen Phantasie, günstige Bauten aus Ästen oder Schachteln.

Gross/Nutztiere brauchen grosse, witterungssichere Schlafplätze, Ställe ohne Durchzug und Nässe. Das sind grosse Kostenpunkte.

Spielzeug / Unterhaltung:

Haustiere, welche alleine gehalten werden oder welche nicht nach Draussen können, müssen unbedingt genug Spielzeug haben. Hunde brauchen neben Bewegung auch eine intellektuelle Herausforderung. Man kann ihnen ohne Probleme gewisse Aufgaben beibringen. Das Gleiche gilt auch für Grosstiere. Überhaupt sollten Tiere intellektuelle Aufgaben bekommen, so sind sie nicht unterfordert und kommen nicht auf dumme Gedanken. Wenn ein Tier etwas kaputt macht oder sonst ein destruktives Verhalten zeigt, resultiert das oft aus Langeweile. Grundsätzlich sollten Tiere, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nie alleine gehalten werden.

Sicherheit: Leinen, Geschirr, Zaum, Stricke, Leuchtgamaschen, Einfriedungen = Zäune, Gitter, Käfige, Elektrozaun ( Zwicker )

Zäune sind in der Regel, je nach Qualität, sehr stabil und halten lange. Alles andere ist Verschleissmaterial und muss von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Hundeleinen, Stricke ect. gehen schon mal kaputt und müssen neu gekauft werden.

Beim Zwickerapparat muss die Batterie ausgewechselt werden. Je nach Gerät und Stromstärke sind so Batterien mehr oder weniger teuer.

Tierarztkosten:

Bei guter Haltung wird ein Tier selten krank. Es können aber trotzdem hohe Tierarztkosten entstehen. Unfälle, Operationen oder Medikamente über längere Zeit, können schon mal tausende von Franken ausmachen. Wenn noch ein Aufenthalt in einer Tierklinik dazukommt, erhöhen sich die Kosten ins Unermessliche. Hier ist es wichtig, dass ein Tier vernünftig gehalten und gefüttert wird um die Chance einer Krankheit zu minimieren.

Hygiene: Putzmittel, Shampoo`s, Klauenpflege, Hufpflege, Krallenpflege, Ohren/Augenpflege, Fellpflege, div. Kämme und Bürsten, Desinfektionsmittel:

Hält man Tiere, muss man unweigerlich mehr putzen. Nicht nur die Wohnung oder das Haus, sondern auch Käfige und Liegeplätze. Es ist ratsam, von Zeit zu Zeit alles gut zu desinfizieren. Parasiten nisten sich gerne ein und auch Mikroorganismen wie Bakterien ect. Also braucht man auch mehr Putzmittel und Desinfektionsmittel.

Für die Hygiene am Tier, werden auch verschiedene Produkte gebraucht. Augen und Ohren muss man reinigen, je nach Fell, mehr oder weniger bürsten und kämmen. Teuer wird es bei Huf- und Klauentieren. Kann man die Huf- oder Klauenpflege nicht selber machen, muss ein Spezialist angefordert werden. Der verrechnet die Arbeit und den Weg. Schafe scheren kann man zwar selber, ist aber ziemlich aufwendig, wenn man nicht das Spezialwerkzeug hat und nicht gewohnt ist, Schafe zu scheren.

Gesundheit allgemein: Apotheke, Wurmmittel, Parasitenbekämpfung, Vitamine, andere Futterzusätze:

Eine Tier- oder Stallapotheke sollte man sich anschaffen. Wurmkuren und andere Parasitenbekämpfungsmittel sollten immer vorhanden sein. Manche Tiere brauchen Futterzusätze. Gerade bei schwachen Tieren und bei Mangelerscheinungen. Diese Kosten darf man nicht unterschätzen

Miete von Grundstücken für Grosstiere, Pensionskosten, wenn kein eigener Stall vorhanden ist:

Kann man ein grosses Tier nicht bei sich beherbergen, muss man es in Pension geben. Pensionsställe kosten viel Geld. Man bezahlt oft nicht nur das Futter und die Einstreu, sondern auch den Platz als solches und ev. die Arbeit, z.B. misten ect., Extraportionen wie Mash oder Hufschmied sind da nicht inbegriffen.

Bildung / Weiterbildung:

Je nach Tier, das man hält, muss man verschiedene gesetzliche Bestimmungen einhalten. Vielleicht sogar Ausbildungen vorweisen können. Immer gut ist, wenn man sich mit Fachliteratur eindeckt. Es ist von Vorteil, wenn ein Nachschlagewerk bei Bedarf zur Hand genommen werden kann. Das alles kostet eine Menge Geld und auch darum muss man sich gut überlegen, welches Tier und ob überhaupt ein Tier für einem in Frage kommt.



Versicherungen:

Es gibt Versicherungen, welche speziell für Tiere abgeschlossen werden können. Zum Beispiel im Falle von Krankheit oder Unfall. Dann muss man auch eine Haftpflichtversicherung haben. Hat man keine Versicherungen entstehen oft hohe Kosten, welche das Budget übersteigen.

Soviel kostet eine Kuh

1/2 Ballen Heu pro Tag ( Ein Heuballen kostet zwischen Fr. 30.- und Fr. 38.- , je nach Saison und Qualität ) also ca. Fr. 17.- pro Tag = 30 x 17.- = Fr. 510.-
1/2 Ballen Stroh pro Tag ( ein Strohballen kostet zwischen Fr. 20.- und Fr. 28.-, je nach Saison ) ca. Fr. 12.- pro Tag = 30 x 12.- = Fr. 360.-
Leckerli wie Äpfel / Birnen Fr. 2-

Spezialfuttermittel für Hufe und Fell pro Monat: Fr. 25.-
Fellpflegemittel, Hufpflegemittel pro Monat: Fr. 5.-
Bürsten, Kämme ect. Fr. 5.-
Wassereimer Fr. 2.-


Klauenstand einmalige Anschaffung: Fr. 3800.-
Fräsmaschine einmalige Anschaffung Fr. 250.-
Frässcheibe muss erneuert werden Fr. 25.-
Heuraufe einmalige Anschaffung Fr. 2500.-

Medizinische Produkte im Falle von Bellas Klauen Fr. 150.-

Total einmalige Anschaffung: Fr. 6725.-


Total monatliche Lebenskosten: Fr. 909.- pro Monat x 12 Monate = Fr. 10`908.- pro Jahr.

Also eine grosse Kuh wie unsere Bella kostet pro Monat ca. Fr. 909.- und dabei sind die einmaligen Anschaffungskosten, Tierarzt oder Medizin, wie oben beschrieben, nicht mit eingerechnet. Ein gleichgrosses Pferd, dürfte auch in etwa soviel kosten.

Die Rechnung geht aber noch weiter. Bella ist jetzt 12 Jahre alt. Sollte sie 30 Jahre alt werden, kostet Bella noch 18 Jahre lang monatlich gegen tausend Franken. Das heisst, erfahrungsgemäss brauchen ältere Tiere den Tierarzt häufiger.



Soviel kostet ein Schwein, unsere Schweine bekommen ausschliesslich Frischprodukte.

5 Gemüse- oder Früchteeinheiten pro Tag ( Apfel, Birne, Brokkoli, Paprika ect. ) Fr. 5.-
Frische Getreidemischungen pro Tag Fr. 3.-
Heu pro Tag Fr. 1.-
Stroh pro Tag Fr. 1.-
Leckerli extra ( Apfel, Banane, Ananas ect. ) Fr. 1.-
Total pro Tag Fr. 11.- x 30 = Fr. 330.- pro Monat x 12 Monate = Fr. 3`960.- pro Jahr

Einmalige Anschaffungen: Klauepflegeset Fr. 25.-
Sonnencreme Fr. 30.-
Eimer, Tröge Fr. 100.-
Stall ausbauen Fr. 5000.-
Total einmalige Anschaffung: Fr. 5`155.-

Weder bei den Kühen noch bei den Schweinen ist das Zaunmaterial eingerechnet. Die Pflege, das Misten ect. ist auch nicht gerechnet, da unsere Arbeit nicht bezahlt ist. Tierarztkosten kann man schlecht mitrechnen, da man nie weiss was kommt.



Soviel kostet eine Katze:

Futter pro Tag Fr. 2.-
Katzenstreu pro Tag Fr. 2.-
Leckerli pro Tag Fr. 0.50
Total Futter pro Tag Fr. 4.50 x 30 Tage = Fr. 135.- pro Monat x 12 Monate = Fr. 1`620.- pro Jahr


Liegeplatz, Kratzbaum Fr. 250.-
Wurmkuren Fr. 50.- pro Jahr
Impfungen Fr. 100.- pro Jahr
Futternäpfe, Spielzeug ect. Fr. 100.- pro Jahr
Katzenklo Fr. 50.- pro Jahr
Total Anschaffungen Fr. 550.- pro Jahr

Ohne Tierarztkosten bei Unfall oder Krankheit.


Wer jetzt diese Zahlen sieht, weiss was auf einem zu kommt, wenn man sich ein Tier anschafft.

Bitte überlegt euch gut, ob ihr wirklich einem Tier ein Tierleben lang, das bieten könnt, was es braucht. Tiere lieben ihre Menschen und sollten nur im äussersten Notfall weiter gegeben werden. Tiere sind auch in den Ferien da, am Wochenende und auch wenn es einem mal nicht gut geht. Ist das alles geregelt? Muss man sich fragen. Wer schaut meinem Tier, wenn ich einmal nicht kann, ernsthaft krank werde oder sterbe?

Überlegt das soch bitte VOR dem Kauf eines Tieres.